Material
Infomaterial +
Wissenschaftliche
Studien
Die Fachstelle für Demokratie veröffentlicht Broschüren und Informationsmaterialien, die Fachwissen kompakt aufbereiten, Hintergründe erläutern und praktische Hilfestellungen geben.
Um unsere Arbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln, geben wir zudem wissenschaftliche Studien in Auftrag. So stellen wir sicher, dass unsere Ansätze und Maßnahmen stets auf aktuellen Erkenntnissen der Sozialwissenschaften basieren.
Alle Materialien und Studien können hier direkt heruntergeladen oder als gedruckte Ausgabe kostenlos per E-Mail an fgr@muenchen.de bestellt werden.
Die Fachstelle für Demokratie
Der Flyer informiert kompakt über unsere Aufgaben, Ziele und Angebote. Wir erläutern, was wir unter Menschen- und Demokratiefeindlichkeit verstehen, und beschreiben unsere Arbeit in verschiedenen Bereichen: Beratung von Stadtspitze, Verwaltung und Bezirksausschüssen, Unterstützung der Zivilgesellschaft und Schulen sowie Angebote für alle Münchner*innen. Der Flyer richtet sich insbesondere an die Stadtverwaltung und städtische Tochtergesellschaften, die unsere Struktur- und Organisationsberatung in Anspruch nehmen können.
Monitoring-Berichte „Diskriminierung und rechter Hass an Münchner Schulen“
Die Anlaufstelle bei Diskriminierung und rechtem Hass an Münchner Schulen (angesiedelt bei der Fachstelle für Demokratie) erfasst Meldungen zu Diskriminierung und menschenfeindlichen und rechten Vorfällen an Münchner Schulen. Seit 2022 stellt sie diese in jährlich erscheinenden Monitoring-Berichten vor.
Download 4. Monitoring-Bericht (2026)
Download 3. Monitoring-Bericht (2025)
Fakten statt Fake News
In der öffentlichen Debatte über Migration und Geflüchtete werden vereinfachte, stereotype und zum Teil auch rassistische Darstellungen immer präsenter. Rechtsextreme Akteur*innen versuchen gezielt, diese Debatten in ihrem Sinne zu beeinflussen.
Die Flyer-Serie mit dem Titel „Fakten statt Fake News“ im handlichen DIN-A6-Format eignen sich als Argumentationshilfe für Gespräche im beruflichen und privaten Alltag. Zentrale rechtsextreme und rassistische Narrative werden darin aufgegriffen, überprüft und verständlich eingeordnet. Ziel ist es, Menschen zu stärken, sachlich zu diskutieren, Falscherzählungen zu widersprechen und faktenbasierte, respektvolle Auseinandersetzungen zu fördern.
Die „Fakten statt Fake News“ gibt es seit Januar 2026 zu sechs verschiedenen Themen: Die Ausgaben zu Wohnen, Sozialleistungen, Kriminalität und Arbeit wurden aktualisiert und überarbeitet. Neu hinzugekommen sind Flyer zum antimuslimischen Rassismus sowie zum rechtsextremen Volksbegriff, der in den vergangenen Jahren wieder zunehmend verbreitet und anschlussfähiger gemacht wird.
Anlaufstelle bei Diskriminierung und rechtem Hass an Münchner Schulen
Die Anlaufstelle bei Diskriminierung und rechtem Hass an Münchner Schulen ist eine vertrauliche Anlaufstelle für Mitglieder der Schulfamilie, die Diskriminierung oder menschenfeindliche Vorfälle erlebt haben und bei der Fachstelle für Demokratie angesiedelt. Sie unterstützt Betroffene, Angehörige und Zeug*innen und berät schulisches Personal sowohl bei konkreten Vorfällen als auch grundsätzlich zu Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Eingehende Meldungen werden zudem anonymisiert erfasst und dokumentiert.
Der Infoflyer stellt die Anlaufstelle bei Diskriminierung und rechtem Hass an Münchner Schulen vor und informiert über die Angebote speziell für Lehrkräfte, Schulleitungen und schulisches Personal.
Ein weiterer Flyer bietet betroffenen Schüler*innen, Eltern und Lehrkräften einen Überblick über das Angebot der Anlaufstelle bei Diskriminierung und rechtem Hass an Münchner Schulen. Dieser ist jeweils in einer Kurz- und einer Langversion auf Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch und Arabisch erhältlich.
Download Kurzversion Deutsch (für Schüler*innen)
Download Langversion Deutsch (für Eltern und Lehrkräfte)
Download short version English (for students)
Download long version English (for parents and teachers)
Télécharger la version courte en français (pour les élèves)
Télécharger la version longue en français (pour les parents et les enseignants)
Türkçe Kısa Sürümü İndir (öğrenciler için)
Türkçe Uzun Sürümü İndir (ebeveyn ve öğretmenler için)
تنزيل النسخة المختصرة باللغة الألمانية (للطلاب)
تنزيل النسخة الكاملة باللغة الألمانية (للآباء والمعلمين)
Münchner Kurd*innen – (Un-)sichtbare Realitäten zwischen pluralen Zugehörigkeiten und multidimensionaler Diskriminierung
Die 2026 veröffentlichte Studie beleuchtet erstmals systematisch die Lebensrealitäten der mindestens 28.000 Mitglieder umfassenden kurdischen Community in München. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Erfahrungen mit rassistischer Diskriminierung. Die Grundlage bilden Daten aus 23 qualitativen Interviews, neun Fokussgruppengesprächen, sowie einer quantitativen Erhebung von über 200 Münchner*innen.
Durchgeführt wurde die Untersuchung von einem Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Çinur Ghaderi der Evangelischen Hochschule Bochum im Auftrag der Fachstelle für Demokratie. Der Forschungsbericht enthält konkrete Empfehlungen an Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft, um die Lebenssituation kurdischer Münchner*innen zu verbessern und Rassismuserfahrungen aktiv entgegenzuwirken.
Wissenschaftliche Aufarbeitung antiziganistischer Dynamiken in der kommunalen Praxis – am Beispiel der ukrainischen Fluchtmigration in der Landeshauptstadt München
Die Studie des Soziologen Tobias Neuburger analysiert antiziganistische Dynamiken im Kontext der Unterbringung bzw. Unterstützung von ukrainischen Geflüchteten mit Roma*hintergrund in München. Grundlage der Studie sind unter anderem 26 Interviews mit insgesamt 29 Akteur*innen (aus Stadtverwaltung, Sozialer Arbeit, ehrenamtlichen und zivilgesellschaftlichen Strukturen) sowie eine Auswertung von städtischen Drucksachen und relevanten lokalen, landes- und bundesweiten Medienberichten.
Ziel war insbesondere auch die Formulierung von Empfehlungen zum Abbau bzw. zur Prävention von antiziganistischen Dynamiken und Strukturen in vergleichbaren (Krisen-) Situationen. Die Forschung hat ergeben, dass es noch immer einen großen Handlungsbedarf im Bereich Antiziganismus gibt – auch hier in München und innerhalb der Stadtverwaltung – und dass es insbesondere in der Mehrheitsgesellschaft immer wieder einen (selbst-)kritischen Blick auf die eigenen Vorurteile und institutionellen Routinen braucht.
Verwaltung mit Haltung. Das Neutralitätsgebot richtig verstehen und umsetzen
Die Landeshauptstadt München bekennt sich klar zu den Grundwerten unserer Verfassung und setzt sich aktiv für Gleichstellung und Antidiskriminierung ein. Im Arbeitsalltag stehen Verwaltungsmitarbeitende jedoch immer wieder vor der Frage, inwieweit sie im Dienst für unsere Demokratie eintreten können. Die mit dem Personalreferat abgestimmte Publikation gibt Antworten auf Fragen, die viele städtische Beschäftigte bewegen: Wie sehr können sie sich positionieren, ohne das Neutralitätsgebot zu verletzen? Dürfen sie rassistische, antisemitische, LGBTIQ*-feindliche oder andere gruppenbezogen menschenfeindliche sowie verfassungsfeindliche Äußerungen oder Positionen als solche einordnen und ihnen entgegentreten? Sind sie hierzu sogar verpflichtet? Die Broschüre bietet dazu praxisnahe Orientierung und stärkt alle, die in ihrem Dienst Verantwortung für demokratische Werte übernehmen möchten.
Sichere Räume für demokratische Debatten – Strategien gegen Veranstaltungsstörungen
Die Broschüre bietet praxisnahe Hilfestellungen, um Veranstaltungsstörungen vorzubeugen, angemessen darauf zu reagieren und gezielte Destabilisierungsversuche – online wie offline – abzuwehren. Sie enthält sowohl rechtliche als auch organisatorische Maßnahmen, die dazu beitragen können, einen geschützten Rahmen für demokratischen Austausch zu schaffen. Die Broschüre richtet sich an alle, die sich mit ihren Veranstaltungen für eine lebendige demokratische Kultur einsetzen.
Rassismussensibler Sprachgebrauch an Münchner Schulen
Die Broschüre bietet Lehrkräften und schulischem Personal praxisnahe Hinweise zur Verwendung von rassismussensibler Sprache im Schulalltag und erklärt, warum diese für eine diskriminierungsfreie Lernumgebung unverzichtbar ist. Enthalten sind zudem eine Arbeitsdefinition von Rassismus sowie konkrete Handlungsempfehlungen – etwa zum Verzicht auf diskriminierende Ausdrücke oder den Umgang mit historischen Texten. Die Publikation geht zurück auf einen Stadtratsbeschluss von 2022, der das N-Wort als explizit rassistisch einordnet.
Rassismussensibler Sprachgebrauch – Hinweise für die Mitarbeitenden der Landeshauptstadt München
Die Landeshauptstadt München hat sich mit dem Stadtratsbeschluss „N-Wort ächten und Rassismus bekämpfen„ klar gegen rassistische Sprache positioniert. Zur Umsetzung des Stadtratsbeschlusses wurde diese Handreichung erarbeitet. Sie erläutert am Beispiel des N-Wortes die Relevanz rassismussensibler Sprache und ordnet die Hintergründe des Begriffs verständlich ein. Die Handreichung gibt außerdem Handlungsempfehlungen für einen reflektierten und respektvollen Sprachgebrauch.
Die Publikation bietet Mitarbeiter*innen der Verwaltung eine erste Orientierung und unterstützt sie dabei, rassismussensibel zu kommunizieren.
Zwischen Verstecken und Flagge zeigen. Junges jüdisches Leben in München und Antisemitismus-erfahrungen vor und nach dem 7. Oktober
Im Jahr 2025 hat die Fachstelle für Demokratie eine Studie zur Lebenssituation junger jüdischer Münchner*innen veröffentlicht. Durchgeführt wurde sie von einem Team der Frankfurt University of Applied Sciences unter Leitung von Prof. Dr. Julia Bernstein. Auf Basis von 35 Interviews wurden Erfahrungen mit Antisemitismus vor und nach dem 7. Oktober 2023, Reaktionen der Betroffenen sowie ihre Erwartungen an die Mehrheitsgesellschaft untersucht. Die Ergebnisse zeigen deutlichen Handlungsbedarf und enthalten Empfehlungen zur Verbesserung von Sichtbarkeit, Sicherheit und Teilhabe jüdischen Lebens in München.
Neutrale Schule? Grundlagen und Grenzen des Neutralitätsgebots
Die Handreichung „Neutrale Schule? Grundlagen und Grenzen des Neutralitätsgebots“ informiert umfassend über die Neutralitätspflicht im Schulalltag.
Lehrkräfte stehen im Schulunterricht vor vielen Fragen: Wie sehr können sie sich hinsichtlich Parteien und spezifischer politischer Standpunkte positionieren, ohne das Neutralitätsgebot zu verletzen? Dürfen Lehrkräfte rassistische, antisemitische oder andere gruppenbezogen menschenfeindliche sowie verfassungsfeindliche Äußerungen oder Positionen als solche bewerten? Sind sie hierzu sogar verpflichtet? Auf diese und weitere Fragen gibt der Flyer in kompakter Form konkrete Antworten. Ziel ist, Schulleitungen und Lehrpersonal bei ihrer täglichen Arbeit Handlungssicherheit zu geben.
Verein(t) gegen Rechtsextremismus
Die extreme Rechte versucht seit geraumer Zeit, Rassismus, Antisemitismus und andere Menschen- und demokratiefeindlichen Einstellungen in Vereinen zu verankern und so gesellschaftlich zu normalisieren. Dieser vereinsrechtliche Leitfaden richtet sich an Vereine, die sich vor rassistischen und antisemitischen Haltungen, Handlungen und Mitgliedern schützen wollen. Er stärkt Vereine im Engagement gegen Rechtsextremismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auch über ihr jeweiliges Kerngebiet hinaus. Die Broschüre zeigt – in einer auch für Laien verständlichen Sprache –, wie hierbei rechtssicher vorgegangen werden kann.
Handreichung für städtische Lehrkräfte zur Demokratiebildung der Münchner Schüler*innen
Die Handreichung unterstützt städtische Lehrkräfte dabei, demokratische Werte im Schulalltag zu vermitteln und auf aktuelle gesellschaftspolitische Herausforderungen zu reagieren. Sie greift praktische Beispiele aus der schulischen Praxis auf – etwa Fragen nach parteipolitischer Neutralität oder den Umgang mit geschichtsverzerrenden Aussagen – und bietet dazu rechtliche Einordnungen sowie pädagogische Handlungsmöglichkeiten. Ziel ist es, Lehrkräfte in ihrem Erziehungsauftrag zu stärken, Orientierung zu geben und eine klare Positionierung im Sinne der Demokratie zu fördern. Die Handreichung wurde vom Referat für Bildung und Sport gemeinsam mit der Fachstelle für Demokratie erstmals 2019 veröffentlicht und 2024 aktualisiert.
Geflüchtete ukrainische Roma. Häufige Fragen und Antworten
Der Flyer informiert über die Situation von Ukrainer*innen mit Romahintergrund, die in München vor dem russischen Angriffskrieg Zuflucht finden. Er erklärt, wer Sinti* und Roma* sind, welche Sprachen sie sprechen und wie ihre gesellschaftliche Situation in Europa ist. Zudem wird der Begriff Antiziganismus erläutert und aufgezeigt, wie sich Vorurteile, Diskriminierung und Ausgrenzung äußern. Der Flyer gibt praktische Hinweise, was jede*r im Alltag gegen Antiziganismus tun kann, und verweist auf Beratungsstellen und Unterstützungsangebote in München.
Aktionsplan gegen Antisemitismus der Landeshauptstadt München
Der Aktionsplan, der 2022 vom Münchner Stadtrat verabschiedet wurde, strukturiert, bündelt und verstärkt die Aktivitäten der Stadt gegen Antisemitismus. Er wurde im engen Austausch mit jüdischen Gemeinden und zivilgesellschaftlichen Organisationen und Institutionen, die gegen Antisemitismus arbeiten, konzipiert. Die Landeshauptstadt München ist die erste Kommune in der Bundesrepublik, die einen Aktionsplan gegen Antisemitismus in dieser Form konzipiert hat und setzt damit ein deutliches Zeichen im Kampf gegen Antisemitismus.
Anmietungen durch rechtsextreme, rassistische, antisemitische und sonstige demokratie- und menschenfeindliche Organisationen und Personen. Schutz für Kommunen und Vermieter*innen.
Demokratie- und menschenfeindlichen Ideologien der extremen Rechten darf kein Raum geboten werden – weder im übertragenen noch im wörtlichen Sinne. Die Broschüre zeigt juristische Handlungsmöglichkeiten auf, um Anmietungen durch extrem rechte Initiativen und Einzelpersonen zu verhindern oder zu beenden. Sie betont zugleich die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements sowie der Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Ziel ist es, demokratische Handlungsspielräume zu nutzen, Problembewusstsein zu schaffen und gemeinsam eine klare Haltung gegen Menschen- und Demokratiefeindlichkeit einzunehmen.
Schutz vor rechten YouTuber*innen, Blogger*innen, Journalist*innen bei Versammlungen
Der Flyer enthält Tipps zum Umgang mit Einschüchterungsversuchen während und im Nachgang von Versammlungen durch rechte YouTuber*innen, Blogger*innen und Journalist*innen. Die Broschüre richtet sich an alle Menschen, die an Demonstrationen und Versammlungen teilnehmen. Sie enthält praktische Hinweise, wie sich Teilnehmer*innen schützen können – etwa durch bewusste Abstandnahme von Kameras, sorgfältige Auswahl von Interviewpartner:innen oder Einschalten der Polizei – und informiert über die Unterschiede zu seriösen journalistischen Aufzeichnungen. Kompakt verfasste rechtliche Hinweise geben zudem einen Orientierungsrahmen. Ziel ist es, Einschüchterungen zu verhindern und die Sicherheit und Privatsphäre von Demonstrierenden zu schützen.
München-Monitor
Im November 2023 wurde die repräsentative Studie „München Monitor“ veröffentlicht, die sich mit der Verbreitung von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Demokratiezufriedenheit und Diskriminierungserfahrungen in München befasst. Durchgeführt wurde die Studie vom Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Der „München Monitor“ ist als Kurz- und Langfassung erhältlich.
Hasskriminalität in München
Im Auftrag der Fachstelle für Demokratie hat das sozialwissenschaftliche Institut München im Jahr 2021 eine Dunkelfeldstudie zum Thema Hasskriminalität veröffentlicht. Sie ergänzt bestehende polizeiliche Daten, um Ausmaß, Formen und Folgen vorurteilsmotivierter Taten differenziert darzustellen. Die Ergebnisse bieten eine Grundlage für weitere Maßnahmen zur Stärkung der Demokratie.
Daten zur Vermessung einer vielfältigen Stadtgesellschaft
Unter dem Titel „Daten zur Vermessung einer vielfältigen Stadtgesellschaft“ hat die Fachstelle für Demokratie im Jahr 2020 zwei Publikationen herausgegeben: Die Broschüre „Selbstbeschreibung vs. Migrationshintergrund“ und die Dokumentation des Fachgesprächs „Wie wir künftig Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten erfassen können“. Beide Publikationen zeigen die Grenzen der Kategorie „Migrationshintergrund“ auf und schlagen alternative Ansätze wie Selbstbeschreibungen und differenzierte Erhebungen vor. Damit liefern sie wichtige Impulse für Forschung, Verwaltung und Politik, um gesellschaftliche Teilhabe, Gleichstellung und Vielfalt künftig präziser abzubilden und wirksamer zu fördern.
Download: Wie wir künftig Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten erfassen können
Nachwahlbefragung von Münchner Bürger*innen zur Bundestagswahl 2017
Das Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München hat im Auftrag der Fachstelle für Demokratie eine Nachwahlbefragung unter Münchner Bürger*innen nach der Bundestagswahl 2017 durchgeführt. Der Fokus der Untersuchung lag einerseits darauf, Unterschiede z.B. hinsichtlich der Einstellungen zu bestimmten politischen Themen zwischen Wähler*innen und Nichtwähler*innen zu identifizieren. Andererseits sollte analysiert werden, wie Nichtwähler*innen zur Teilnahme an der Wahl motivieren werden können. Die Ergebnisse enthalten konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung in München. Die Studie ist in Kurz- und Langfassung erhältlich.
München für Demokratie, Toleranz, Respekt – Die Münchner Handlungsstrategie gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
In der 2016 veröffentlichten Handlungsstrategie ist festgehalten, wie die Landeshauptstadt München Vielfalt und Respekt stärken, demokratische Prinzipien sichern und Ideologien des Rechtsextremismus, des Rassismus und der Ungleichwertigkeit von Menschen entgegenwirken will. Ziel der Publikation ist einen Überblick über das bereits Vorhandene und Geleistete zu geben, mögliche Lücken der bisherigen Bearbeitung sichtbar zu machen und eine weitere, sinnvolle Vernetzung der verschiedenen Akteure in diesem Feld – in Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung – zu befördern. Es geht darum, das Politikfeld einer „Münchner Strategie gegen Rechtsextremismus und Rassismus“ zu etablieren. Das Handlungskonzept versteht sich als „lernendes Konzept“, das kontinuierlich überprüft, angepasst und wissenschaftlich evaluiert wird.
Dokumentationen der Fachtagungen von AMIGRA
Die Publikationen der Antidiskriminierungsstelle für Menschen mit Migrationshintergrund (AMIGRA), die in die Fachstelle für Demokratie überführt wurde, sind aus drei Fachtagungen hervorgegangen: „Rassismuskritische Bildungs- und Soziale Arbeit“ vom 23. März 2012, „Alltagsrassismus und rassistische Diskriminierung, Auswirkungen auf die psychische und körperliche Gesundheit“ vom 12. Oktober 2010 sowie „München Schwarz Weiss. Der alltägliche Rassismus“ vom 11. Dezember 2008. Die Publikationen fassen die Ergebnisse der Fachtagungen zusammen und enthalten inhaltliche Fachbeiträge von Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen und Praktiker*innen.