Aktuelles
Aktuelle Veranstaltungen und Mitteilungen der Fachstelle für Demokratie
- Veröffentlichung
Mittwoch | 10. Juni 2026
Mehr Meldungen zu Diskriminierung und rechtem Hass an Münchner Schulen
Vierter Monitoringbericht erschienen
Die Anlaufstelle bei Diskriminierung und rechtem Hass an Münchner Schulen hat ihren Monitoringbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die bei der Fachstelle für Demokratie angesiedelte Anlaufstelle registrierte im vergangenen Jahr insgesamt 154 Meldungen zu Diskriminierungen sowie menschenfeindlichen und rechten Vorfällen an Münchner Schulen. Damit ist die Zahl der Meldungen erneut deutlich gestiegen: Im vierten Erhebungsjahr verzeichnete die Anlaufstelle ein Plus von rund 21 Prozent gegenüber 2024.
Rassismus bleibt weiterhin mit großem Abstand das häufigste Thema und spielte in 66 Prozent der gemeldeten Diskriminierungen eine (zentrale) Rolle. Insgesamt wurden 94 rassistische Vorfälle und Diskriminierungen gemeldet. Auffällig ist zudem der deutliche Anstieg von Meldungen mit sexistischen Inhalten. Insgesamt wurden 22 sexistische Meldungen registriert. Dies entspricht einer Verdoppelung zum Vorjahr.
Auch die Zahl rechter Vorfälle ist erneut gestiegen: Im Erhebungsjahr 2025 wurden 58 rechte Vorfälle gemeldet, darunter insbesondere Hakenkreuzschmierereien, Hitlergrüße und rechtsextreme Sticker. Zudem fanden im Mai 2025 mehrere Flyer- und Banner-Aktionen der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ an verschiedenen Münchner Schulen statt.
Ein knappes Drittel aller Meldungen wurde im Rahmen einer juristischen Erstbewertung als strafrechtlich relevant eingestuft. Am häufigsten ging es dabei um Beleidigungen, das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen, Sachbeschädigungen sowie Volksverhetzung. Über das Online-Formular der Anlaufstelle, das auf www.melden-gegen-diskriminierung.de zu finden ist, gingen etwa 40 Prozent der Meldungen ein.
Der Bericht steht zum Download bereit und wird an alle Münchner Schulen verschickt. Kostenlose Druckexemplare können per E-Mail an fgr@muenchen.de bestellt werden.
Foto: Fachstelle für Demokratie
- Presse
Montag | 20. März 2026 | 19:00 Uhr
Altes Rathaus leuchtet zum Zuckerfest
Beleuchtung
Das Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan wird mit dem Zuckerfest, auch Eid al-Fitr genannt, gefeiert. Anlässlich des Fests des Fastenbrechens wird am heutigen Freitag, 20. März, die Fassade des Alten Rathauses bei Einbruch der Dunkelheit beleuchtet.
Die Landeshauptstadt München setzt damit erneut ein Zeichen für Zusammenhalt, ein respektvolles Miteinander in unserer vielfältigen Stadtgesellschaft und gegen antimuslimischen Rassismus, der sowohl gläubige Muslim*innen als auch muslimisch-gelesene Münchner*innen trifft. In Zeiten, in denen rassistische Diskriminierungen immer präsenter werden, ist die symbolische Geste der Beleuchtung ein wichtiges Statement der Stadt für Offenheit und Solidarität mit der Community. Ab 19 Uhr wird „Frohes Fest“ in 13 Sprachen auf der Fassade des Alten Rathauses zu lesen sein. Die Grußbotschaften stammen von zahlreichen muslimischen Gemeinden aus München.
In diesem Jahr fällt das Zuckerfest auch auf den Tag des Neujahrsfestes Norouz/Newroz, das von vielen Menschen aus dem persischen, kurdischen und zentralasiatischen Raum gefeiert wird. Die Landeshauptstadt München wünscht „Eid Mubarak“ sowie allen Menschen, die heute Norouz/Newroz feiern, ein frohes Fest.
Die Illuminierung geht zurück auf den Stadtratsbeschluss „Antimuslimischen Rassismus bekämpfen – Demokratie stärken“ aus dem Jahr 2024. Analog zur Beleuchtung anlässlich des Zuckerfestes wird auch jedes Jahr zum jüdischen Feiertag Chanukka im Winter ein Lichtgruß am Alten Rathaus gezeigt.
- Veranstaltung
Montag I 16.03.2026 I 19:00 Uhr
Wer ist das Volk? Der Volksbegriff der extremen Rechten
Auftakt der Internationalen Wochen gegen Rassismus
Podiumsdiskussion
Wo
Großer Sitzungssaal
Neues Rathaus
Marienplatz 8
80331 München
Barrierefreiheit
Ja, die Veranstaltung ist barrierefrei.
Die Auftaktveranstaltung der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 in München richtet den Fokus auf den Volksbegriff der extremen Rechten. Was kennzeichnet diesen? Wer gehört aus dieser Perspektive dazu und wen schließt er aus? Wann ist die Grenze der Verfassungsfeindlichkeit überschritten? Und welche verfassungsrechtlichen Implikationen hat die Verwendung dieses Volksbegriffs durch politische Parteien?
Diese und weitere Fragen diskutieren die Rechts-wissenschaftlerin Prof. Dr. Kathrin Groh von der Bundeswehr Universität München und dem Sozialwissenschaftler Dr. Ismail Küpeli von der Ruhr-Universität Bochum. Die Journalistin und Autorin Heike Kleffner wird das Podiumsgespräch moderieren.
Nur wenige Tage nach der Kommunalwahl in Bayern soll mit dieser Veranstaltung ein klares Zeichen gegen rassistische Erzählungen gesetzt und ein Kernelement rechtsextremer Argumentationen auf den Prüfstand gestellt werden.
Mit einem Spoken Word der Künstlerin und Antirassismustrainerin Pia Chojnacki und einem Grußwort von Dr. Miriam Heigl, Leiterin der Fachstelle für Demokratie.
Foto: Landeshauptstadt München/Michael Nagy
- Presse
Freitag | 20. Februar 2026
Kampagne „Dein München. Deine Wahl.“ gestartet
Kommunalwahl
Mit dem Anbringen des ersten Kampagnenplakats an einer Litfaßsäule am Viktualienmarkt hat Bürgermeisterin Verena Dietl heute die städtische Kampagne der Fachstelle für Demokratie „Dein München. Deine Wahl.“ gestartet. Bürgermeisterin Dietl betont zum Start der Kampagne: „Die Kommunalwahl gibt allen Wahlberechtigten die Möglichkeit, Verantwortung für unsere Stadt zu übernehmen und Entscheidungen mitzugestalten, die sich direkt auf unser tägliches Leben auswirken.“
Mit der Kampagne will die Landeshauptstadt München das bereits große demokratische Engagement der Münchner*innen ausdrücklich würdigen und zugleich dazu motivieren, dieses Engagement auch bei der anstehenden Kommunalwahl fortzuführen. Das Kampagnen-Motto „Dein München. Deine Wahl.“ verdeutlicht, dass politische Entscheidungen auf kommunaler Ebene unmittelbar dort wirken, wo die Münchner*innen leben, arbeiten und ihren Alltag verbringen.
Gerade angesichts aktueller gesellschaftlicher und politischer Herausforderungen komme der demokratischen Teilhabe auf kommunaler Ebene eine besondere Bedeutung zu, sagt Oberbürgermeister Reiter zum Auftakt der Kampagne: „Eine lebendige, solidarische und zukunftsfähige Stadt können wir nur gemeinsam gestalten – die Teilnahme an der Kommunalwahl ist dafür ein zentraler Baustein.“ Und weiter: „Die Kommunalwahl bietet die Möglichkeit, das tägliche Leben in der Stadt direkt mitzugestalten. Umso wichtiger ist es, dass die Münchner*innen am 8. März 2026 von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Das Engagement auch an der Wahlurne ist essenziell zum Erhalt unserer Demokratie und für die Verteidigung demokratischer Werte.“
Die Kampagne umfasst drei Motive, die ab sofort bis zum Wahltermin im Stadtbild zu sehen sein werden – auf 32 Litfaßsäulen, circa 550 Plakatflächen und AWM-Fahrzeugen sowie virtuell im ÖPNV, in Einkaufszentren und in den sozialen Medien. Weitere ausführliche Informationen und Bildungsmaterial zur Kommunalwahl stellt die Stadt auf der Kampagnen-Webseite www.muenchenwaehlt.de bereit.
- Presse
Dienstag | 17. Februar 2026
Rassismus geht uns alle an – auch im Sport
Kampagne gegen Rassismus im Sport
Die städtische Fachstelle für Demokratie startet heute zusammen mit dem Bayerischen Landes-Sportverband und der Münchner Sportjugend eine Kampagne auf Instagram, die sich gegen Rassismus im Sport richtet. Ziel dieser Kampagne ist es, über Rassismus aufzuklären und die Münchner Sportvereine zu ermutigen, sich aktiv gegen Rassismus und für Demokratie und Vielfalt im Sport zu positionieren.
„Sport ist ein wichtiger Teil unseres demokratischen Zusammenlebens – er bringt Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen und fördert gleichberechtigte Teilhabe. Gleichzeitig zeigen sich die Herausforderungen unserer Gesellschaft auch im Sport. Deshalb müssen wir auch hier gemeinsam Lösungen gegen Rassismus und Diskriminierung finden“, sagt Dr. Miriam Heigl, Leiterin der Fachstelle für Demokratie. „Wir alle müssen Verantwortung übernehmen und Rassismus im Sport bekämpfen. Wir danken dem Bayerischen Landes-Sportverband und der Münchner Sportjugend für die gute Zusammenarbeit. Gemeinsam können wir einen Beitrag dazu leisten, eine respektvolle Sportkultur zu schaffen.“
Die Kampagne wurde auf Wunsch der Sportvereine ins Leben gerufen und umfasst drei animierte Kurzfilme, die über die verschiedenen Aspekte von Rassismus im Sport informieren. Diese Filme richten sich neben Sportler*innen und Trainer*innen auch an die interessierte Öffentlichkeit, um das Bewusstsein für Rassismus zu schärfen und aufzuklären. Die Kurzfilme werden in den kommenden Wochen auf den Social-Media-Kanälen der beteiligten Organisationen veröffentlicht.
Foto: Landeshauptstadt München/Michael Nagy
- Veröffentlichung
Montag | 26. Januar 2026
Fakten statt Fake News
Flyer-Reihe gegen Falscherzählungen
Öffentliche Debatten über Migration und Geflüchtete sind zunehmend von vereinfachenden, verzerrenden und rassistischen Narrativen geprägt. Rechtsextreme Akteur*innen versuchen gezielt, diese Debatten in ihrem Sinne zu beeinflussen. Die Fachstelle für Demokratie setzt dem fundierte Informationen entgegen und veröffentlicht eine überarbeitete und erweiterte Ausgabe der Flyer-Reihe „Fakten statt Fake News“.
Die Flyer im handlichen DIN-A6-Format eignen sich als Argumentationshilfe für Gespräche im beruflichen und privaten Alltag. Zentrale rechtsextreme und rassistische Narrative werden darin aufgegriffen, überprüft und verständlich eingeordnet. Ziel ist es, Menschen zu stärken, sachlich zu diskutieren, Falscherzählungen zu widersprechen und faktenbasierte, respektvolle Auseinandersetzungen zu fördern.
Die Neuauflage umfasst sechs kompakte Flyer: Die Ausgaben zu den Themen Wohnen, Sozialleistungen, Kriminalität und Arbeit wurden grundlegend aktualisiert. Neu hinzugekommen sind Flyer zum antimuslimischen Rassismus sowie zum rechtsextremen Volksbegriff, der in den vergangenen Jahren wieder zunehmend verbreitet und anschlussfähiger gemacht wird.
Kostenlose Druckexemplare können per E-Mail an fgr@muenchen.de bestellt werden.


