Die Studie des Soziologen Tobias Neuburger analysiert antiziganistische Dynamiken im Kontext der Unterbringung bzw. Unterstützung von ukrainischen Geflüch­teten mit Roma*hintergrund in München. Grundlage der Studie sind unter anderem 26 Interviews mit insgesamt 29 Akteur*innen (aus Stadtverwaltung, Sozialer Arbeit, ehren­amtlichen und zivilgesellschaftlichen Strukturen) sowie eine Auswertung von städtischen Drucksachen und relevanten lokalen, landes- und bundesweiten Medienberichten.

Ziel war insbesondere auch die Formulierung von Empfehlungen zum Abbau bzw. zur Prävention von antiziganistischen Dynamiken und Strukturen in vergleichbaren (Krisen-) Situationen. Die Forschung hat ergeben, dass es noch immer einen großen Handlungsbedarf im Bereich Antiziganismus gibt – auch hier in München und innerhalb der Stadtverwaltung – und dass es insbesondere in der Mehrheitsgesellschaft immer wieder einen (selbst-)kritischen Blick auf die eigenen Vorurteile und institutionellen Routinen braucht.