Fotos: Landeshauptstadt München/Michael Nagy
Kampagne gegen Antiziganismus
Ich bin Münchner*in –
Ich bin Sint*iza/Rom*ni
Die Kampagne „Ich bin Münchner*in – Ich bin Sinti*za/Rom*in“ zeigt die Vielfalt des Lebens von Sint*izze und Rom*nja in München und ihre tiefe Verwurzelung in der Münchner Stadtgesellschaft. Für die Aktion wurden im Jahr 2021 insgesamt acht Münchner Sint*izze und Rom*nja porträtiert. In Form von Postkarten waren die Portraits im gesamten Münchner Stadtgebiert sichtbar.
Zeichen der Solidarität
Ziel der Kampagne war es, die Vielfalt der Münchner Sint*izze und Rom*nja sichtbar zu machen und ein deutliches Zeichen der Solidarität zu setzen. Mit der Aktion sollten noch immer weit verbreitete Klischees aufgebrochen und Vorurteilen etwas entgegengesetzt werden. Denn auch aktuell sehen sich Sint*izze und Rom*nja mit stereotypen Zuschreibungen und rassistischer Stimmungsmache, mit Ausgrenzung und abwertenden Äußerungen oder gar Übergriffen konfrontiert.
Die Vielfalt der Teilnehmer*innen hat gezeigt: So verschieden München insgesamt ist, so verschieden sind auch die individuellen Lebensgeschichten der beteiligten Sint*izze und Rom*nja. Und diese sind ein fester, vielfältiger und selbstverständlicher Bestandteil der Münchner Stadtgesellschaft!
Antiziganismus in München
Die Interviews, die im Rahmen der Kampagne geführt wurden, haben einmal mehr gezeigt, wie sehr die historischen Erfahrungen von Ausgrenzung und Verfolgung Angehörige dieser Gruppe prägen und wie alltäglich antiziganistische Diskriminierungserfahrungen bis heute sind. In einer repräsentativen Studie zu vorurteilsmotivierten Kriminalität in der Landeshauptstadt München aus dem Jahr 2021 wurden die in München lebenden Sint*izze und Rom*nja als besonders vulnerable, von Ausgrenzung und Diskriminierung betroffene Gruppe klassifiziert. Die von der Bundesregierung eingesetzte Unabhängige Kommission Antiziganismus kam ebenfalls zu der Erkenntnis, dass eine fortgesetzte Diskriminierung gegenüber Sint*izze und Rom*nja besteht und ein grundlegender Perspektivwechsel in der Gesamtgesellschaft notwendig ist.
Fotos: Landeshauptstadt München/Michael Nagy










